Feinripp

Ein Hausbesuch sonntags in der Bergmannssiedlung, in einem der typischen kleinen Häuschen, im Erdgeschoss. Ein sehr volles Wohnzimmer gleich hinter der Eingangstür, dunkle Eiche und Plüsch, wenig Licht, der Fernseher läuft, es liegt Rauch in der Luft. Ein  gestrandeter Wal halbnackt in seiner Feinrippunterwäsche hat die Hände lässig hinter dem Kopf verschränkt, er liegt breitbeinig auf der Garnitur, sicher 140 kg pralle Lebensfreude, wenn auch nicht mehr frisch.

Es habe einige Tage nicht mehr so recht geklappt, mit dem Abführen, jetzt könnte er sich wieder einmal gut einen dazu passenden Einlauf von mir vorstellen. Am besten gleich hier im Wohnzimmer, dann braucht man das Fernsehprogramm nicht zu unterbrechen. Es steht eine sogenannte Lebensgefährtin zustimmend nickend in der Nähe, verwelkt und auch sonst von der vermerkbaren Intelligenz her der Zimmerpflanze vergeschwistert.

Nun, es bleibt eine gewisse unfrohe Uneinigkeit zurück, als ich mich umgehend wieder verabschiede. Das erwünschte Klistier sei rezeptfrei in der Apotheke zu erwerben und dann selbstständig anzuwenden. Damit hatte man nicht gerechnet.

dazu neu: Laxoberal – sanft abführen. Polizeilich erprobt