ich muss da warnen (2021_08)

Nachdem seinerzeit an allen Ecken und Enden „gemahnt“ oder „angemahnt“ wurde, oder „Zeichen (zu) setzen“ waren gegen alles und jedes, fällt mir nun unangenehm auf, dass beständig „gewarnt“ werden muss – vor Niederschlag im Sendegebiet, vor erhöhter Sonneneinstrahlung im Sommer, Schneefallgefahr im Winter. Dieses oder jenes könnte passieren, und da will man doch rechtzeitig gewarnt haben. Wenn es dann einmal richtig ernst wird, wie beim Ahrhochwasser im Sommer 2021, dann wurde entweder nicht gewarnt, unzureichend gewarnt, die Warnung nicht vernommen, die Warnung nicht ernst genommen – man muss vor Wiederholungsgefahr natürlich eindringlich warnen. Es wird gewarnt, dass die Ausrüstung nicht da ist, das Personal, die Sirenen. Man warnt jeden Lebensumstand „an“, dann ist schon einmal das Gröbste geschafft. Hat man – womöglich rechtzeitig – gewarnt, ist man fein raus, denn der Warner ist ja nie zuständig, nur einsichtig und stets bereit, sich warnend einzubringen …

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